Restaurierungsarbeiten  

Bauphase 4 (2005)  

Die Südmauer

In einer internen Rekordzeit von nur sieben Arbeitstagen ist es gelungen, die gesamte Mauerkrone der Südmauer zu restaurieren. Dazu wurde die gesamte Betonabdeckung aus den 1950iger Jahren abgehoben, loses Steinmaterial entfernt und die bestehende Mauerkrone teilweise bis zu einem Meter abgetragen. Im Anschluss daran erfolgte die Wiederaufmauerung samt dem zusätzlichen Aufsetzten einer  Verschleißschicht. Wichtig war dabei im Gegensatz zur vorher vorhandenen Betonabdeckung, dass eine entsprechende "Steinsichtigkeit" realisiert wurde, um dem gesicherten Mauerwerk seine ruinenhaften Charakter zu bewahren.


Südmauer Ausgangszustand 2001


sanierte und teilweise rekonstruierte Südmauer 2005

Die Nordmauer

Einen der aufwendigsten Arbeitseinsätze stellte die Sanierung der Nordmauer dar, mit welcher bereits 2004 begonnen wurde. Nachdem an einigen Stellen noch das original Wehrgangniveau erhalten war und zudem alle einst dafür verwendeten Balkenlöcher eruiert werden konnten - in einigen fanden sich noch Reste von vermodertem Holz - wurde der Entschluss gefasst, den Wehrgang wieder herzustellen. Dies sollte es ermöglichen, der Ruine einen zusätzlichen touristischen Anreiz zu geben.
Der Wehrgang aus Lärchenholz wurde von der Zimmerei Pichler aus Puchberg angefertigt. Äußerster Wert lag auf einer Konstruktion, welche sich einerseits an erhaltenen, spätmittelalterlichen Originalen orientierte und andererseits den heutigen baubehördlichen Auflagen entsprach.
Zudem wurde an der Nordmauer ein Unterstand an einer Stelle errichtet, an welcher zwei Balkenlöcher in der Mauerschale vorhanden waren. In diesem Unterstand sind nunmehr eine Schmiede und ein Backofen untergebracht.

 




Nordmauer Ausgangszustand 2001

Sanierte Nordmauer mit Wehrgang aus Lärchenholz 2005