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Bauphase 1 (2002)
Die Ostmauer
Der Innenbereich
| Die ersten Sicherungsarbeiten wurden an
der Ostmauer durchgeführt. Der extrem schlechte Zustand des
Mauerwerks machte aus statischen Gründen die Rekonstruktion
einzelner Mauerteile erforderlich. Basis für diese Rekonstruktion
waren alte Ansichten und Fotografien, die eindeutig darüber Auskunft
geben, wie z.B. bereits nicht mehr vorhandene Fenster ausgesehen
haben. Anhand noch bestehender und beinahe vollständig erhaltener Fenster
in der Südmauer, wurden fehlende Teile rekonstruiert. Bei allen Sanierungsarbeiten
wurde äußerster Wert darauf gelegt, dass die dafür verwendeten
Materialien den Originalen entsprechen. So kam beispielsweise eine Mörtelkombination aus Sand, Sumpfkalk und
Trass zum Einsatz. |
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Ausgangszustand - ausgebrochenes
Fenster |
Rekonstruktion des Fensterstockes |
Wiederherstellung des gesamten
Fensters |
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| Ausgangszustand - Durch Ausbrüche an
der Innen- und Außenseite der Ostmauer, traten bereits Lücken im
Mauerwerk auf |
Wiederhergestellter Mauerbereich ohne
vorläufige Sanierung der Mauerkrone |
Der Außenbereich
| Im Bereich der Außenseite war es
erforderlich, mehrere kleine und auch größere Ausbrüche
auszubessern, die einerseits durch Frostausbrüche und andererseits
durch fehlenden Mörtel in den Mauerfugen entstanden sind. |
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Ausgangszustand der Außenseite
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Wiederhergestellter Fensterbereich
ohne vorläufige Sanierung der Mauerkrone
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Frostausbrüche durch falsche
Mauerkronensanierung |
Wiederhergestellte Mauerstruktur |
Der Bergfried
| Neben den umfangreichen Arbeiten an der
Ringmauer sollte auch der Bergfried entsprechend gesichert und
teilweise wieder begehbar gemacht werden. Das mit insgesamt drei
Stockwerken ausgestattete Gebäude besitzt auch wieder eine
Dachkonstruktion. Für den Einzug der einzelnen
Geschoßdecken wurden zum Teil handbehauene Balken verwendet, die
von Bauern aus Puchberg gespendet wurden. Als Balkenauflagen dienen
die Originalbalkenlöcher aus dem 13. Jhdt. |
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Die Balkeneinlage für den ersten
Stock |
Der Lärchenholzboden im 1. OG |
Provisorische Abdeckung des
2. OG |
Bevor der Turm wieder mit einem Dach versehen werden konnte, mussten
die Mauerkronen von jeglichem Bewuchs befreit werden. Dazu war es
erforderlich, mehrere Kubikmeter Erdmaterial händisch abzugraben
und zusätzlich auf Fundmaterial zu sichten, um wieder zum
Originalbestand des Mauerwerks zu gelangen. In diesem Zusammenhang
kam eine Vielzahl von geschmiedeten Nägeln, mehrere verkohlte
Balkenreste, einige Keramikscherben, Tierknochen und eine steinerne
Geschoßkugel zum Vorschein.
Die Dachkonstruktion wurde so angelegt, dass alle Baubefunde noch
einsehbar sind, d.h. sie liegt zwischen 50 und 100cm über dem
Originalniveau. Vorerst soll eine Deckung mit Teerpappe genügen,
für das Frühjahr 2003 ist eine Blechdeckung geplant.
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Gesäuberte Mauerkrone |
Innenansicht der Dachkonstruktion |
Flachdach mit Ausstieg |
Der Eingangsbereich
Parallel zu den Arbeiten an der Ostmauer
war es ebenfalls unabdingbar, bereits in der ersten Bauphase den
Torbereich zu sichern. Das detaillierte Schadensbild ist am Beginn dieses Artikels zu sehen. Der Ausbruch, unmittelbar am noch
erhaltenen Torbalken gemessen, erreichte eine Tiefe von etwa 160cm
und zog sich halbkreisförmig über die Länge des gesamten Tores.
Nach dem Abriss eines Sicherungsprovisoriums aus den Siebzigerjahren
des vergangenen Jahrhunderts, wurde versucht, anhand der noch
vorhandenen Negativabdrücke der ursprünglichen Holzkonstruktion im
Mörtel, diese wieder herzustellen. Für den neuen
Lärchenholzbalken wurden die noch vorhandenen Originalauflagen
verwendet. Ein Tuffsteinsegment an der Außenseite und Reste an den
Leibungen der Innenseite ließen auf ein durchgängiges Segment aus
Tuffstein schließen, welches durch entsprechendes Material aus der
nähern Umgebung Puchbergs auch realisiert wurde. Die gesamte Mauer
wurde bis auf die Höhe einer noch deutlich erkennbaren Lage auf
etwa 2,5m hochgezogen. Die Sicherung der Mauerkrone erfolgt separat
in Bauphase 2.
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Ausgangszustand - der Torbereich |
Neues Holzüberlager mit
Tuffsteinsegment |
Wiederhergestellter Torbereich ohne
vorläufige Sanierung der Mauerkrone |
Die Bauphase 1 ist somit abgeschlossen, alle für das Jahr 2002 geplanten
Arbeiten wurden durch die unermüdliche Mitarbeit von Vereinsmitgliedern
und freiwilligen Helfern auch tatsächlich realisiert.
zur Bauphase 2 (2003)

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