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Stand: 2008 Die Bestrebungen zur Erhaltung
und Nutzbarmachung der Puchberger Ruine haben mittlerweile mehrere
Jahre beansprucht, da diese Arbeit mit äußerster Sorgfalt erledigt
werden musste. Die Burgruine wurde in den Jahren 2001 und 2003 fotogrammetrisch vermessen, um
eine der modernsten Dokumentationen der Bausubstanz zu erhalten, die als
Basis für die folgenden Sicherungsmaßnahmen dient. Um zu verstehen, wie
sie einst ausgesehen hat, ist es nötig, das noch Vorhandene so
umfangreich wie möglich zu erforschen und so genau wie möglich
festzuhalten. Unsere oberste Maxime liegt in der Konservierung des
bestehenden Mauerwerks, um das noch Bestehende mit minimalsten Eingriffen
längerfristig zu erhalten. Wobei es keine Sanierung für die Ewigkeit
gibt, nur die dauerhafte Pflege ist ein wirklicher Garant für das
Gelingen dieses Projektes.
Mit 16. Mai 2006 wurden die Umfangreichen Sanierungs- und Sicherungsarbeiten
vorerst abgeschlossen. Nun bedarf es der regelmäßigen Pflege des Mauerwerks,
um den weiteren Verfall zu verlangsamen, um die Burgruine Puchberg für die
Nachwelt zu erhalten.
Die Erhaltungsmaßnahmen gliederten sich in folgende
Unterabschnitte:
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Im Eigenverlag des
Burgvereins Puchberg erschienen:
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BURGRUINE PUCHBERG
AM SCHNEEBERG
Bauhistorische Analyse und Sanierung
60 teils farbige Abbildungen, 43 Pläne
broschierte Ausgabe, 91 Seiten
ISBN 3-85028-407-7
EUR 29,- Details |
Die
Bestandsaufnahme
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Am 24. November 2001 wurde mit der
photogrammetrischen Vermessung der Burgruine Puchberg begonnen. Bei
dieser Methode werden digitale Bilder mittels Software entzerrt und
als Hintergrund bei einer CAD-Skizze verwendet. Die dadurch
entstehende Überlagerung von Zeichnung und Bild lassen so eine
gesteinsgerechte Dokumentation zu. Neben der Aufnahme und Kartierung
der Schäden erfolgt auch eine Analyse der Schadensursache, um
diesen wirksam entgegentreten zu können.
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Raimund Rhomberg bei Vermessungsarbeiten |
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Der Torbereich (Innenansicht) |
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Die rechte Skizze zeigt das Ergebnis der
Dokumentationsarbeiten, sie bilden die Grundlage für das weitere
Vorgehen. |
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Zustand Ende 2001 |
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Gesteinsgerechte Dokumentation mit
Schadensbild |

Begleitende
Maßnahmen
| Im Zuge der Vermessungsarbeiten kamen bis
dato immer wieder diverse Hölzer (Balken und Rüsthölzer) oder
andere Gegenstände, wie z.B. ein Teil einer Granate aus dem 2.
Weltkrieg, zum Vorschein. Die Hölzer werden von Ronald Woldron auf
der Universität für Bodenkultur dendrochronologisch untersucht.
Diese Untersuchung ermöglicht eine genaue Bestimmung ihres Alters
und kann somit Aufschluss über einzelne Baufasen geben. Die derzeit
vorliegenden Ergebnisse eines Geschoßbalkens des Turmes datieren
diesen auf das Winterhalbjahr 1592/93 und eines Balkens in der
Ostmauer, welcher aus dem Jahre 1674 stammt. Die Folge daraus ist,
dass diese Hölzer nicht mehr der primären Baufase zuzurechnen
sind, sondern bereits ausgewechselt wurden oder von einem generellen
Neubau stammen.
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Dokumentation eines Rüstholzes |
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Entnahme einer Dendroprobe |
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Rüstholz in der Südmauer
(Aussenseite) |
Rüstholz in der Ostseite des
Turmes |
Granate im Mauerwerk der Südmauer |

Vorarbeiten
im Außenbereich
| Die Mitte Mai 2002 vorerst
abgeschlossenen Vorarbeiten im gesamten Außenbereich der Burgruine
wurden durchwegs von Vereinsmitgliedern und freiwilligen Helfern
erledigt. In diesem Zusammenhang wurden alle Bäume und Sträucher
an der Süd- und Ostseite der Burgruine entfernt, um wieder einen
ungehinderten Blick auf die Mauern zu erhalten. |
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Ostmauer |
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November 2001 |
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Mai 2002 |
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Südmauer |
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November 2001 |
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Mai 2002 |

Vorarbeiten
im Innenhof

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