Ein Paar hölzerne Trippen (Trippen: A. Bichler)

Die dargestellten Holztrippen wurde zum Schutz der relativ dünnen Wendeschuhe getragen. Einerseits unterbanden sie eine rasche Abnützung der Sohle und andererseits sorgten sie für einigermaßen trockene Schuhe im Zusammenhang mit den damals vorherrschenden widrigen Straßenverhältnissen.

Seit dem ausgehenden 12. bzw. frühen 13. Jh. begann man in den Städten die Straßen vermehrt zu pflastern bzw. zu befestigen. Wenn man den Quellen glauben darf, ließ der französische König Philipp II. die Straßen von Paris pflastern, nachdem ihm einmal beim Blick aus dem Fenster, ein unerträglicher Gestank aus der Gasse entgegenschlug, der vom Schlamm herrührte, den die Wagen mit ihren Rädern hochwarfen.

Literatur:
Grew Francis, De Neergaard Margarethe, Shoes and Pattens, Museum of London (Hrsg.), Medieval Finds from Excavations in London, Bd.2, 2. Aufl., Boydell Press, Woodbridge 2001.