Zwei Spindeln zum Spinnen von Garn (Spindeln: A. Bichler)

 

Zwei typische Handspindeln zum Spinnen von Garn.  Durch die Spinnwirtel (hier aus Ton) bekam die Spindel das entsprechende Gewicht, um sich nachdem sie mit den Fingern zum Rotieren gebracht wurde, längere Zeit um die Längsachse zu drehen. Diese Rotation verdrillte die von einem Spinnrocken gezogenen Fasern zu einem Faden. Wenn die Spindel auf den Boden reichte, wurde der Faden anschließend entlang des Stabes aufgewickelt. Dieser Vorgang musste so lange wiederholt werden, bis die gewünschte Menge an Garn vorhanden war.

 

Literatur:
Gloy Karl-Heinz, Mayer-Küster Ulrike, Holzfunde aus dem mittelalterlichen Schleswig, Volker Vogel (Hrsg.), Ausgrabungen in Schleswig, Bd.17, Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 2006.