Die oben dargestellten Steckschlösser
dienten als Vorlage für die hergestellte Rekonstruktion. Die ausgeklügelten Spreizfedermechanismen
aus 3 bzw. 4 Federpaaren erschwerten ein unerlaubtes Öffnen
entsprechend, was allerdings dann in einer gewaltsamen Öffnung enden
konnte. Eine technische Glanzleistung stellt die Herstellung der
Schlösser selbst dar, sie bestehen aus bis zu 20 Einzelteilen, welche
miteinander hartverlötet wurden.
Literatur:
Egan Geoff, The Medieval Household, Daily
Living c.1150-c.1450, Museum of London (Hrsg.), Medieval Finds from
Excavations in London, Bd.6, The Stationery Office, Norwich 1998.
Saggau Hilke E., Mittelalterliche
Eisenfunde aus Schleswig, Ausgrabung Schild 1971-1975, Volker Vogel
(Hrsg.), Ausgrabungen in Schleswig, Bd.14, Karl Wachholtz Verlag,
Neumünster 2000.