|
Rekonstruktion eines ritterlichen Kampfschildes, gefertigt aus drei ca. 12 mm starken Lindenholzbrettern, die neben der Leimung zusätzlich mit "Schwalbenschwänzen" verbunden sind. Dieser Holzkorpus ist vorne mit starkem Pergament, hinten mit Leder überzogen. Handhaben und Schildfessel werden von 7 spitzkugeligen, vernieteten Nägeln gehalten, der Armpolster ist mit Rosshaar gefüttert. Die Schildform zählt zum Naumburger Typ, der ca. zwischen 1250 und 1270 anzutreffen ist. Das Wappen, ein goldener Sparren auf rotem Grund, wurde mit Tempera auf Kreidegrund aufgemalt und mittels Leinölfirnis vor Witterungseinflüssen geschützt. Einziger "Luxus" des Schildes ist der in Blattgold aufgelegte Sparren.
Um Riemen und Schildfessel zu sehen die Maus über das Bild führen.
|
|
Literatur: Kohlmorgen Jan, Der mittelalterliche
Reiterschild, Karfunkel Verlag, Wald-Michelbach 2002. |