Einseitig geprägte Wiener Silberpfennige des 13.
und frühen 14.Jh.
Der ab 1204 in der Münzstätte Wien aus
konstant gutem Silber geprägte "Wiener Pfennig" spielte über den österreichischen
Raum hinaus bis nach Bayern im Norden und Florenz im Süden die Rolle
einer Leitmünze und wurde im Handel gerne angenommen.
Seine Wertgarantie erhielt er dadurch, dass er ab der Mitte des 13. Jh.
jährlich eingezogen und neu geprägt wurde. Aufgrund der häufigen
Einberufungen und Neuprägungen sind bis zum Jahr 1400 auch 150
verschiedene Varianten bekannt.
Literatur:
Koch Bernhard, Der Wiener Pfennig, Ein Kapitel aus der Periode der
regionalen Pfennigmünze, Österreichische Numismatische Gesellschaft (Hrsg.),
Österreichische Numismatische Gesellschaft, Wien 1983.