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Spätgotischer Bolzenköcher aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Lindenholz, Wildschweinfell, Leder, Pergament, Hirschgeweih und Knochen. Rauchköcher dieser Art finden sich in bildlichen Darstellungen bereits im frühen 15. Jh. Im Gegensatz zu den parallel existierenden trapezförmigen Köchern, besitzt dieser eine annähernd rechteckige Form. Der in der Mitte wulstartig ausgeführte Köchermund wirkt aufgesetzt. Zudem verfügt dieser über eine Randeinfassung sowie Verzierungen aus Hirschgeweih und Knochenplättchen. Der dargestellte Köcher basiert auf erhaltenen Originalen aus dem Bayerischen Nationalmuseum, München, Inv.Nr. W 213, sowie dem Bayerischen Armeemuseum, Ingolstadt, Inv.Nr. A8160.
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