Beinkästchen  (Kästchen: M. Opitz)

Das Kästchen besitzt die Maße von ca. 12,5cm x 9cm x 6cm und basiert in Form und Verzierung auf erhaltenen Exemplaren bzw. Fragmenten:
Wunstorf, 18,2 x 12,5 x 7,2 cm, Hannover, Kestner-Museum,
Wüstung Holzheim, erhaltener Deckel, Mainz, Röm-Germ. Nationalmuseum
Rheinland, 15,5 x 9,5 x 5,5cm, Köln, St. Andreas
Beschlagplättchen aus Schleswig, Ausgrabungen Schild und Plessenstrasse, teilweise zu Kästchendeckeln mit Walmdach gehörend.

Es besteht aus einem Holzkorpus mit aufgenagelten, verzierten Knochenplatten. Derartige Kästchen, oft größer dimensioniert, haben sich vorwiegend aus Kirchenschätzen als Reliquiare erhalten. Funde von Fragmenten solcher Kästchen aus Burgen und Städten zeigen jedoch das diese auch im profanen Bereich verwendet wurden.