Panzerhemd um 1500 (Privatbesitz: A. Bichler)

Knechtisches Panzerhemd um 1500 aus durchgehend vernieteten Ringen mit sekundären Modifikationen.

Die Ringdurchmesser variieren von 8 bis 10mm an den Innenseiten, ebenso der flachovale bzw. vereinzelt runde Querschnitt der Ringe. Hier sind Durchmesser von 1mm und teilweise darunter einerseits und bis zu ca. 2mm andererseits festzustellen. Brust, Rücken und Schulterpartie sind durchwegs mit Ringen ausgeführt, welche letzteren angehören. Der Bereich der Oberarme und der Hüfte ist mit Querschnitten um 1mm und Ringdurchmessern von etwa 10mm ausgeführt.
Die Nietschlösser weisen grundsätzlich dreieckige Niete auf, wodurch die sekundären Modifikationen, welche durch das Anbringen eines Halsschlitzes und Reparaturen im Bereich der Achseln gut erkennbar sind, denn die Schlösser dieser Ringe sind durchwegs mit runden Nieten gearbeitet.

Laut einer Expertise von ao. Univ-Prof. Dr. Erik Szameit, des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien, handelt es sich um ein europäisches Panzerhemd um 1500.


Detailansicht der vernieteten Ringe