Fibeln und Ringe aus der Zeit um 1300 (Alle Stücke: A. Bichler)

Als Fibeln bezeichnete man Gewandspangen mit einer Nadelkonstruktion, sie dienten grundsätzlich dem Raffen oder Heften verschiedener Teile der Tracht. In Scheibenform besaßen sie neben der Nadel auch eine Nadelrast. Als eine Unterform kann man den Fürspan bezeichnen. Davon spricht man bei ringförmigen Schmuckstücken mit einer Scharniernadel ohne Nadelrast, welche einen Hemd- oder Kleiderschlitz am Hals verschließen. ( Fürspan, der "vor den Halsausschnitt gespannt" wurde)


Ring - Rekonstruktion nach einem Fund aus OÖ

Literatur:
Krabath Stefan, Die hoch- und spätmittelalterlichen Buntmetallfunde nördlich der Alpen, Eine archäologisch-kunsthistorische Untersuchung zu ihrer Herstellungstechnik, funktionalen und zeitlichen Bestimmung, Internationale Archäologie, Bd.63, Verlag Maria Leidorf GmbH, Rahden 2001.

Egan Geoff, Pritchard Frances, Dress Accessories 1150-1450, Museum of London (Hrsg.), Medieval Finds from Excavations in London, Bd.3, 2. Aufl., Boydell Press, Woodbridge 2002.

Der Schatzfund von Fuchsenhof, Prokisch, Bernhard, Kühtreiber, Thomas (Hrsg.), Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich, Bd.15, Bibliothek der Provinz, Linz 2004.

Krauskopf Christof, Trick-Track, Trense, Treichel, Untersuchungen zur Sachkultur des Adels im 13. und 14. Jahrhundert, Europäisches Burgeninstitut - Einrichtung der Deutschen Burgenvereinigung (Hrsg.), Veröffentlichung der Deutschen Burgenvereinigung: Reihe A, Forschungen, Bd.11, Braubach 2005.