Ringgriffdaubenkanne und Becher (alle Stücke: A. Bichler)

 

Neben den einfachen Daubenschalen kamen an den Tafeln der Wohlhabenden auch größere Formen von geböttcherten Gefäßen vor - die Daubenkannen. Sie verkörperten neben den gedrechselten Kannen eine weitere Form an Schenkgefäßen. Die Ausgusstülle konnte entweder eingezapft oder aus einem gewachsenen Stück herausgearbeitet sein.
Die dargestellte Rekonstruktion basiert auf erhaltenen Exemplaren aus dem 13. und 14. Jh. welche von der Runneburg (D) bzw. aus Regensburg (D) stammen und besitzt zudem noch einen gedrechselten Ringgriff, der gleichzeitig als Handhabe dient.

 

Literatur:
Codex Manesse
, Texte - Bilder - Sachen, Katalog zur Ausstellung der Universität Heidelberg, Heidelberg 1988.

Müller Ulrich, Holzfunde aus Freiburg und Konstanz, Herstellung und Funktion einer Materialgruppe aus dem späten Mittelalter, Landesdenkmalamt Baden Württemberg (Hrsg.), Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg, Bd.21, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1996.

Stolle Thomas: Die Holz- und Lederfunde aus dem Brunnen der Runneburg und ihr Vergleich mit Abbildungenaus der Zeit um 1300, in: Burg Weissensee ''Runneburg'', Thüringen, Bd. 3, 1998, S. 106-127.