Bronzegrapen. (Privatbesitz: A. Bichler)

Metallene Dreibeintöpfe - Grapen - sind seit dem 12. Jh. als Kochgeschirr in Gebrauch. Die ersten Exemplare wurden mittels eines Wachsmodells in der "verlorenen  Form" gegossen. Ab dem 13. Jh. arbeiteten die Gießer mit einer zweiteiligen äußeren Form, die mehrmals verwendet werden konnte. Deutlich sind bei nebenstehendem Stück die vertikale Gussnaht, sowie der "Anguss"" am Boden zu erkennen.

Grapen aus Buntmetall, welche überdies auch noch Tierpfoten imitierende Füße aufweisen konnten, dürften einen hohen Materialwert besessen haben, so dass sie als Bodenfunde kaum vorkommen. Zahlreich dagegen sind keramische Exemplare, welche jenen aus Metall nachempfunden worden waren.
Auffallend sind auch einige grobe, vermutlich neuzeitliche Reparaturstellen, welche im Bereich der Ansätze zweier Füße feststellbar sind.

 

 

Literatur:
Krabath Stefan, Die hoch- und spätmittelalterlichen Buntmetallfunde nördlich der Alpen, Eine archäologisch-kunsthistorische Untersuchung zu ihrer Herstellungstechnik, funktionalen und zeitlichen Bestimmung, Internationale Archäologie, Bd.63, Verlag Maria Leidorf GmbH, Rahden 2001.