Verschiedene Armbrustbolzenspitzen (alle Stücke: A. Bichler)

Eine Auswahl an Geschossspitzen für Jagd und Krieg. Zu ersteren zählen die beiden linken Spitzen in Form des Prellbolzens  für die Vogeljagd  und  des Gabelbolzens um dem Wild stark blutende Wunden zuzufügen. Grundsätzlich gelangten zwei Befestigungsarten am hölzernen Schaft (Zain) zur Anwendung - jene mittels einer Tülle oder einem Dorn. Ganz rechts und links so genannte Prellbolzen, die für die Jagd auf Kleintiere verwendet wurden.

Befiedert wurde mit zwei "Federn", die aus Gänsefedern, Pergament oder Holz bestehen konnten. Zudem wurde der Verlauf der Feder kurvig am Zain gestaltet, um einen Drall zu erhalten.

Literatur:
Zimmermann Bernd, Mittelalterliche Geschossspitzen, Kulturhistorische, archäologische und archäometallurgische Untersuchungen, Schweizerischer Burgenverein (Hrsg.), Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Bd.26, Basel 2000.