Hornbogenarmbrust (Armbrust: A. Bichler)

Rekonstruktion einer Hornbogenarmbrust basierend auf Miniaturen des 13. und frühen 14. Jh. sowie erhaltenen Exemplaren des 14. und 15. Jh.  Die Zugkraft zum Spannen dieser Bögen erfordert etwa 170 kg. Die Länge des mit Birkenrinde überzogenen Bogens beträgt 78cm und die Länge der Buchenholzsäule 90cm. Zur Schonung der Bogensehne wurde die Säule mit Hirschgeweih belegt.

Für eine Detailansicht des Nussschlosses die Maus über das Bild führen.

Mehr als 250 Jahre (1200 bis 1460) war die Armbrust in West- und Mitteleuropa die dominierende Schusswaffe gegenüber dem Bogen. Neben der höheren Zielgenauigkeit und der größeren Durchschlagskraft bestand ein weiterer Vorteil gegenüber dem Bogen darin, dass man sie im gespannten Zustand für gezielte Schüsse bereithalten konnte. Zudem war die Handhabung einer Armbrust im Vergleich zum Bogen relativ leicht erlernbar.

Einen detaillierten Beitrag über Funktion und Beschaffenheit einer Armbrust ist in der Bibliothek zu finden.

Literatur:
Harmuth Egon, Die Armbrust, Akad. Dr.- u. Verl.-Anst., Graz 1975.

Richter Holger, Die Hornbogenarmbrust, Geschichte und Technik, Hörnig, Ludwigshafen 2006.