Portatile (Portatile: A. Bichler)

  
Portatile aus Seekirchen

Rekonstruktion eines Reisealtärchens (Portatile) des 12./13. Jh. aus Seekirchen/Salzburg. Die grobe und eher unbeholfene Arbeit dürfte auf  eine lokale Entstehung schließen lassen. Diese Sonderform des Altares, die eigentlich nur aus einer Altarplatte besteht, ist bereits seit dem 6.Jh. nachzuweisen und wurde bis in das späte Mittelalter auf Reisen mitgenommen. Er wurde erst notwendig, als es Brauch wurde, Altäre zu weihen.
In der Oberseite eines Eichenbrettes ist eine weiße Marmorplatte eingelassen.  Der gesamte Holzrahmen ist mit vergoldetem Blech verkleidet, welches mit gepunzten Perlleisten verziert ist.

Literatur:
Fillitz Hermann, Pippal Martina, Schatzkunst, Die Goldschmiede und Elfenbeinarbeiten aus österreichischen Schatzkammern des Hochmittelalters, Residenz Verlag, Salzburg 1987.