|
|
|
6. Juli 2005 |
|
Die älteste Kanone
Europas gibt es ... |
... als Nachbau zu
sehen. Wo? Beim Sommerfest auf der Bachritterburg
|
 |
|
Die Gruppe "Historia Vivens"
bringt die Kopie des Pfeilgeschützes mit zur Bachritterburg.
Historische Abbildungen solcher zum Abschuß waagerecht
gelagerten Geschütze finden sich schon in englischen
Handschriften des 14. Jahrhunderts, etwa aus derjenigen von
Walter de Millimete. Sie zeigt ein per Luntenstock gezündetes,
vasenfömiges Geschütz, das auf einem schlichten Tischgestell
liegt. Das pfeilförmige Geschoß hieß im Spachgebrauch jener
Jahre auch "Sprite" oder "Springel". Das nachgebaute Stück ist
mit Eisenbändern auf seiner Eichenunterlage befestigt,
dahinter sitzt auf der Platte ein Stopper. |
|
Keine Lust
darauf, schon wieder mit den Kurzen an den Stausee oder ins
Freibad zu müssen und sich da wie eine Sardine zu fühlen (sprich:
voller Öl und dazu nur wenig Platz zwischen den ganzen Dicken)?
Wie wäre es denn mal mit etwas völlig anderem - mit einem
Wochenende unter Rittern?
Genau das geht am nächsten Wochenende, also am 9. und 10. Juli bei
einem Besuch der Kanzacher Bachritterburg. Da findet dann
ein großes Sommerfest statt. Und zu den Attraktionen vermeldet der
Herold, äh, die Pressemitteilung:
· "Wir zeigen erstmals in Deutschland einen schussfähigen Nachbau
der Loshult-Büchse, Europas ältester Kanone. Das Original datiert
ins frühe 14. Jahrhundert und wurde 1861 im südschwedischen
Loshult gefunden. Es hat ein Kaliber von ungefähr 35 Millimetern.
Solchen Büchsen zugehörige Geschosspfeile von Burg Eltz am Rhein
zeigen, dass die Pfeilbüchse am Beginn der Entwicklung steht - sie
ähneln noch den Armbrustbolzen der Zeit. Die bekannten
Kanonenkugeln aus Stein, später auch aus Schmiede- und dann
Gusseisen, kamen erst gegen Ende des 14. Jahrhunderts, also nach
der "Bachritterzeit" auf. Aber natürlich wird noch wesentlich mehr
gezeigt! Die Gruppe hat Repliken von Armbrüsten, Schwertern,
Stangenwaffen und Bögen dabei. Der Ritter hat seine Rüstung und
auch edle "Zivilkleidung" dabei, und seine Dame wird ihm nicht
nachstehen wollen. Dann gibt es einen von Deutschlands letzten
Knochenschnitzern zu sehen. Das Gesinde wird mit
mittelalterlicher Handarbeit, Backen und Kochen beschäftigt sein.
"
|
|