Die Schlacht bei Morgarten am 15. November 1315

 

Im Jänner 1315 wird von den Schwyzern das unter habsburgischem Schutz stehende Kloster Einsieln überfallen und geplündert. Im November 1315 hielt Herzog Leopold I. den Zeitpunkt für gekommen, einen Überaschungsangriff gegen die Schwyzer zu führen und sie dadurch in ihre Schranken zu weisen sowie deren provozierten Widerstand gegen den habsburgischen Machtanspruch zu brechen. Das Unternehmen wurde jedoch veraten und so konnten die Schwyzer entsprechende Vorkehrungen treffen. Zudem ging Herzog Leopold vermutlich davon aus, dass es für ein schwer gepanzertes Ritterheer ein Leichtes sei, mit einem Aufgebot von "Bauerntölpel" fertig zu werden. Die einfachsten militärischen Sicherungsmaßnahmen wurde einfach nicht beachtet. In der Nacht vom 14. zum 15. November führte Leopold seine schwer gepanzerten Ritter vom Aegerisee über den Pass am Morgarten, ohne zu bemerken, dass die umliegenden Höhen von den Feinden besetzt waren. Durch Straßensperren kam der Tross zum Stehen, mit dem Herabrollen von Steinen und Baumstämmen sorgten die Schwyzer und die mit ihnen verbündeten Urner für eine derartige Verwirrung, dass die Panzerreiter auf dem engen Terrain kaum eine Chance hatten, sich gegen die von allen Seiten hereinbrechenden Angreifer zur Wehr zu setzen. Ein entsetzliches Blutbad folgte und es gelang dem Habsburger nur mit Mühe sich aus dem Gemetzel zu retten. Die Schlacht wurde eben ganz und gar nicht nach ritterlichen Regeln ausgetragen.
Das durch viele Legenden angereicherte Ereignis ging als erste große Freiheitsschlacht in die eidgenössische Befreiungstradition ein und es kam am 9. Dezember 1315 zu einer antihabsburgischen Festigung des Dreiländerverbundes.